Platz machen für bessere Entwicklung

25. April 2009

Das Projekt Sariry hat sich in den letzten Wochen in eine Baustelle verwandelt und alle Leute in Tilata helfen fleißig mit: mit vereinten Kräften werden zwei neue Räume gebaut. Heute möchten wir darstellen, was da genau geschieht, wie es zu der Baustelle kam und welche Unterstützung noch benötigt wird. In guter alter Manier als Antworten auf die wichtigsten Fragen…

Das Projekt Sariry in Tilata

Sariry in Tilata: seit 2003 findet hier die Projektarbeit statt

Woher kommt das Geld für den Bau?

In Kanda gibt es seit einiger Zeit die Initiative Bolivian Kids. Während hier vormals mehrere unterschiedliche Projekte nach dem Prinzip der „Gießkanne“ unterstützt wurden, gab es im letzten Jahr eine Konzentrierung der Aktivitäten auf Sariry. Das brachte zwar (zur großen Freude) eine überdeutliche Aufstockung im Etat mit sich – aber noch niemand mag so recht daran glauben (und schon garnicht damit rechnen), dass das Geld in diesem Umfang auch in der Zukunft zur Verfügung stehen wird.

Das letzte Jahr 2008 konnte in Bolivien so mit einem dicken Plus von rund 2.800 USD abgeschlossen werden. Doch steht dieses Geld auch in Zukunft zur Verfügung? Sollte man mit dem Geld einen zusätzlichen Lehrer einstellen? Und was, wenn die Unterstützung im nächsten Jahr geringer ausfällt? Mit regelmäßigen Einnahmen kann man laufende Ausgaben decken – einmalige Einnahmen nimmt man dagegen am besten für einmalige Projekte her. Und einen großen Anwärter für solch ein „einmaliges Projekt“ hatten wir schon lange: vor allem der Bau von neuen Räumlichkeiten war zunehmend notwendiger geworden!

Warum ist der Anbau notwendig geworden?

Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: Der erste Grund  hat etwas mit der erfolgreichen Arbeit von Sariry und dem Bevölkerungswachstum in Tilata zu tun. Seit den Anfängen von Sariry kamen immer mehr Kinder und Jugendliche ins Projekt. Gleichzeitig wurde das Inventar immer größer: es gibt nun Computer, Musikinstrumente und vieles mehr. Das hat zu immer größeren Kapazitätsproblemen geführt: die Klassenzimmer sind für die vielen Kinder zu klein geworden. Der Computerraum ist zur Zeit provisorisch im Büro und Lehrerzimmer untergebracht. Für die Musikproben gibt es keinen noch geeigneten Raum, in dem nicht alle anderen Klassen gestört würden. Im Ergebnis wirken die fehlenden Räume wie eine Bremse für das Wachstum im Projekt.

Der zweite wichtige Grund hat dagegen etwas mit den strategischen Zielen von Sariry zu tun: Sariry heißt „Gemeinsam nach vorne gehen!“ – und dieses „gemeinsam“ bezieht sich auf die Kinder und Eltern. Nur wenn die Kinder ganztags betreut werden, können die Eltern einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen – und nur wenn die Eltern dabei genug Geld verdienen, können die Kinder wirklich vor Kinderarbeit geschützt werden und in die Schule gehen. Daher hatten wir in unseren Zielen immer Kinder und Erwachsene gleichermaßen im Auge: Ganztagsbetreuung und Bildung für die Kinder; Arbeitsbeschaffung und Erwachsenenbildung für die Eltern.

Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf den Kindern: als schwächste Mitglieder der Gemeinschaft ist ihre Entwicklung besonders schützenswert. Daran wird sich auch in Zukunft sicherlich nichts ändern. Nun soll aber verstärkt auch die Arbeit mit den Erwachsenen verfolgt werden, da nur so die nachhaltige Entwicklung des Projekts funktionieren kann. Und in einem ersten Schritt braucht es dafür einfach einen eigenen Raum, der den Anforderungen aus der Erwachsenenbildung genügt.

Zivi David bei der feierlichen Grundsteinlegung

Zivi David bei der feierlichen Grundsteinlegung

Was soll in den neuen Räumlichkeiten passieren?

Es sollen zunächst nur zwei Räume im Erdgeschoss gebaut werden. Allerdings wird die Statik bereits darauf ausgelegt, dass man in der Zukunft vielleicht einmal mit einer weiteren Etage aufstocken kann.

Von diesen beiden Räumen soll ein Raum für die Kinder- und Jugendarbeit hergenommen werden. Hier könnten vielleicht zunächst die Computer einen eigenen Raum bekommen. Möglich wäre aber auch, dass dort die Instrumente untergebracht werden. Die Überlegungen, wie dieses Zimmer konkret genutzt wird, sind allerdings noch ein wenig offen.

Recht bestimmt lässt sich dagegen sagen, was mit dem zweiten Raum geschehen soll. Hier soll eine Werkstatt für die Erwachsenenbildung eingerichtet werden. Da vor allem die Mütter in Sariry Hilfe suchen, ist das Angebot im Schwerpunkt zunächst auf typische „Frauenarbeit“ ausgerichtet: geplant ist eine Textilwerkstatt mt mehreren Nähmaschinen. Auf diese Weise könnten die Menschen von Tilata in Sariry eine Ausbildung zum Näher machen und so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Vielleicht kann durch die Werkstatt gleichzeitig eine kleine Einnahmequelle für Sariry geschaffen werden, die hilft, dass sich das Projekt eines Tages selbst tragen kann.

Welche weiteren Vorteile bringt der Neubau?

Wie schon vor sechs Jahren lassen wir die Arbeiten weitmöglichst unentgeltlich von den Menschen aus Tilata erledigen, um einen Beitrag der Bevölkerung einzufordern: Sariry ist ein Projekt zur Selbsthilfe von den Menschen aus Tilata für die Menschen aus Tilata. Wir haben mit diesem Konzept, einen Eigenbeitrag einzufordern, gute Erfahrungen gemacht: viele der Familien, die damals beim Aufbau der Schule geholfen haben, engagieren sich noch aktiv und fühlen sich dabei nicht als Bittsteller sondern als konstruktiven Teil des Projekts. Der Neubau stärkt also das Geminschaftsgefühl im Projekt.

Natürlich können wir nicht alle Arbeiten von Laien erledigen lassen. In diesem Fall versuchen wir ortsansässige Facharbeiter zu beschäftigen und auch die Materialien möglichst vor Ort zu kaufen. Das hat positive Effekte auf die Wirtschaftslage in Tilata: den Familien wird eine Beschäftigung und ein Einkommen gegeben. Insbesondere jetzt, wo die wirtschaftliche Lage unsicher ist, setzt das positive Akzente in Tilata.

Stehen bereits ausreichend Mittel zur Verfügung?

Leider nein! Mit den 2.800 USD aus dem letzten Jahr konnte der Bau nur begonnen werden. Es war aber wichtig, das Geld sofort in die Materialien zu investieren, da eine  Inflationsrate von zuletzt über 10% die Preise in Bolivien immer weiter in die Höhe treibt. Daher war es am besten, das Geld nicht zu sparen, sondern zeitnah (mit noch niedrigeren Preisen) zu investieren. Für die Fertigstellung des Gebäudes inklusive Einrichtung werden aber wohl trotzdem noch rund 8.000 USD notwendig sein. Bis die notwendigen Mittel beisammen sind, bleiben die neuen Klassenzimmer als Rohbau stehen und können nicht benutzt werden.

Wir brauchen wieder Ihre Unterstützung! Mit jedem zusätzlichen Euro, der nach Bolivien geht, kann auf der Baustelle weitergearbeitet werden. Geben Sie den Menschen von Tilata eine Perspektive. Alle Möglichkeiten, wie Sie uns unterstützen können, finden Sie auf unserer Homepage. Dankeschön!


Eine Zeitreise in La Paz

12. April 2009

An erster Stelle möchte ich natürlich allen Lesern unseres Blogs einen wunderschönen Ostersonntag wünschen! Quasi zur Feier des Tages gibt es heute einen Film auf YouTube, der LaPaz vor über 60 Jahren dokumentiert.

Man braucht sicherlich nicht viel Phantasie, um sich vorstellen zu können, dass sich seitdem so einiges geändert hat. Leider habe ich bei YouTube & Co.  keine vergleichbar professionelle Dokumentation aus der Gegenwart gefunden. Eine recht gute und aktuelle Dokumentation privater Urheberschaft zeigt dagegen La Paz ganz ohne erklärenden Worte, dafür mit vielen sprechenden Bildern:


TV-Hinweis: Schnappschuss mit Che

8. April 2009

Ab Ende Juni kann man seinen DVD-Spieler mit Soderberghs „Che“ füttern (mit Benicio Del Toro in der Hauptrolle). Vorab versucht das Fernsehen schonmal mehr oder wenig hartnäckig seiner Bildungsfunktion gerecht zu werden und auf das Leben von Che Guevara aufmerksam zu machen. So bringt auch der WDR in einer Woche eine Doku: Schnappschuss mit Che.

Der Film handelt von Ches Killer Félix Rodríguez einerseits und Ches Kampfgefährten Benigno andererseits – aus deren ursprünglicher Feindschaft eine ungewöhnliche Freunschaft erwuchs. Und als ob diese Konstellation nicht schon genug verspricht, wird die Geschichte auch noch vom dreifachen Adolf-Grimme-Preisträger Wilfried Huismann erzählt. Die Doku selbst erhielt schließlich auf dem New York Festival eine Goldmedaille. Ein sicherlich sehr sehenswerter Film in unserem heutigen TV-Hinweis!

WDR: 15.04.2009, 12.00 Uhr,
Schnappschuss mit Che.


Welche Wege Ihre Hilfe nimmt

6. April 2009

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welchen Weg Ihre Spende für Entwicklungszusammenarbeit nimmt?
Wenn Sie etwa dem Fussballverein in Ihrem Ort spenden, ist die Sache relativ einfach: das Geld wird dort ausgegeben, wo es gespendet wird. Bei Projekten in der Dritten Welt ist das Ganze aber ein wenig komplizierter: Hier spielen Konjunktur, Wechselkurse, Zinsen, die Inflationsrate und viele andere Faktoren eine große Rolle. Wir möchten in diesem Artikel stark vereinfacht den Weg ihrer Spende nachzeichnen…

Die Spende in Deutschland
Beginnen wir in Deutschland, zum Beispiel bei Ihnen. Fragen Sie sich selbst: Werden Sie angesichts der Wirtschaftskrise dieses Jahr mehr, weniger oder genausoviel wie in den vergangenen Jahren spenden? Nur 5% der Bevölkerung plant mehr zu spenden, während 18% der Befragten angeben, dass sie weniger spenden werden. Es ist ein alter Hut: Je besser die Wirtschaftslage ist, desto eher wird gespendet.

Doch die Wirtschaftslage ist nicht an allem schuld: SARIRY hat das Spenderverhalten der Münchner in Zusammenarbeit mit dem mifm München genauestens untersucht. Diese Studie hat gezeigt, dass ein Verein stärkere Unterstützung erfährt, wenn er die Beziehung zu seinen Spendern pflegt. Wenn es der Wirtschaft also schlechter geht, leiden vor allem die Vereine, die sich keinen festen Spenderkreis aufgebaut haben.

Wie steht der Wechselkurs?
Sie unterstützen uns natürlich regelmäßig, gerade auch in schwierigen Zeiten, wie diesen. Schicken wir Ihre Spende also auf die Reise! Um Bankgebühren zu sparen packen wir ihre Spende mit allen anderen Spenden der letzten Wochen in eine Sammelüberweisung.

Für den richtigen Zeitpunkt der Überweisung ist vor allem der Wechselkurs entscheidend: Neben dem Boliviano sind in Bolivien US-Dollar weit als Zahlungsmittel verbreitet. Die Fundación Sariry hält daher Konten in beiden Währungen. Wir orientiern uns immer am aktuellen Dollarkurs.

Nehmen wir an, die Preise in Bolivien sind stabil – man könnte für einen Dollar also immer die gleiche Warenmenge kaufen. Wenn der Wechselkurs steigt, können wir mit der gleichen Spende mehr kaufen. Ihre Spende erfährt dadurch praktisch einen Wertzuwachs. Wenn der Kurs aber wieder schlechter wird, bekommen wir weniger Dollar und können damit auch weniger kaufen. Ihre Spende hat an Wert verloren.

Momentan steht der Wechselkurs für Ihre Spende nicht schlecht – aber wird das auch so bleiben? In der gegenwärtigen Wirtschaftskrise kann es täglich zu überraschenden Entwicklungen kommen, die Einfluss auf den Wechselkurs nehmen.

Wieviel ist das Geld wert?
Kommen wir aber auf die Preise in Bolivien zurück. Die sind nämlich leider alles andere als stabil. Im letzten Jahr hat sich die Inflationsrate in Bolivien fast verdoppelt. Das heißt, die Lebenshaltungskosten werden immer höher. Wenn in Deutschland also regelmäßig eine bestimmte Geldmenge gespendet wird und auch der Wechselkurs stabil bleibt, so heißt das noch lange nicht, dass auch in Bolivien die Kosten stabil gehalten werden können.

Problematisch ist es dabei vor allem, wenn die Kosten in der Grundversorgung explodieren, denn hier besteht kaum Potenzial für Einsparungen. Das ist die Situation im Projekt: im letzten Jahr sind die Ausgaben für Lebensmittel, Hygieneartikel, Reinigungsmittel, etc. in die Höhe geschossen, ohne dass sich an der tatsächlichen Versorgung etwas geändert hat.

Aber täuschen Sie sich nicht! Von Ihrer Spende kann in Bolivien trotzdem eine Menge bewegt werden. Das liegt an der unterschiedlichen Kaufkraft des Geldes. Sie kennen das Phänomen: Im Urlaub ist oft alles billiger. In Bolivien kostet ein komplettes Mittagessen zum Beispiel nur rund 60 Cent oder ein Schulbuch 50 Cent. Für deutsche Verhältnisse ist das wenig, für die Menschen aus Tilata oft unerschwinglicher Luxus. Aus deutscher Sicht kann deshalb oft mit geringem Aufwand großes bewirkt werden.

Ihre Spende an SARIRY
Sie sehen, dass der Weg ihrer Spende sehr anspruchsvoll ist (dass alle Faktoren auch irgendwie zusammenhängen, macht die Dinge nur noch komplizierter). Wir möchten Ihre Spende möglichst effizient einsetzen, daher haben wir für unsere Arbeit einige Grundsätze:

  1. Wir überweisen alle Spenden möglichst gesammelt, um Überweisungsgebüren zu sparen. Dem Projekt wird im Schnitt alle sechs Monate der Etat für das jeweils kommende Halbjahr überwiesen.
  2. Wir versuchen wirtschaftlichen Trends zu folgen und günstige Wechselkurse für Überweisungen auszusnützen. Daher können Überweisungen manchmal auch etwas vorgezogen werden. Das Geld steht im Projekt aber immer pünktlich zur Verfügung, wenn es gebraucht wird.
  3. Wir erledigen in Deutschland alle Aufgaben strikt ehrenamtlich, um die Verwaltungskosten so gering wie möglich zu halten. Wir legen großen Wert darauf, dass die Verwaltungskosten (Überweisungsgebühren, Homepage, Porto, etc.) nicht unsere Mitgliedsbeiträge übersteigen, damit Ihre Spende vollständig in Bolivien ankommt.
  4. Auch wenn der Weg ihrer Spende kompliziert ist: Wir geben Ihnen bestmögliche Transparenz in der Verwendung unserer Mittel, damit Sie das gute Gefühl haben können, wirklich geholfen zu haben.

Das Projekt benötigt leider nicht nur dann Unterstützung, wenn es den Deutschen wirtschaftlich gut geht, die Wechselkurse günstig stehen oder die Inflationsrate in Bolivien niedrig ist. Gerade unter widrigen Umständen ist Ihre Spende so notwendig wie nie! Schenken Sie den Menschen in Tilata Hoffnung, indem Sie uns Ihr Vertrauen schenken. Sie dürfen sicher sein, dass die Spende in Ihrem Sinn mit bester Effizienz dort eingesetzt wird, wo es am notwendigsten ist.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns bei unserer Arbeit mit einer Spende unterstützen möchten. Die Bankverbindung zu unserem Spendenkonto finden Sie hier.


TV-Hinweis: Koka, Pflanzer und Sondereinheiten

3. April 2009

Vor drei Wochen war Evo Morales in Wien zu Gast bei der 52. Versammlung der UNO-Drogenkommission und warb kämpferisch für die Legalisierung des Koka-Blattes – nur kurz zuvor hatten ihn die USA scharf für seine verfehlte Drogen-Politik kritisiert.

Filmszene: Soldaten gegen den Anbau

Filmszene: Soldaten gegen den Anbau

Der Konflikt um das Kokablatt ist alt: 1961 wurde im Rahmen der UNO ein Dokument beschlossen, auf dem alle international zu ächtenden Drogen gelistet sind – auch das Kokablatt. Nun ist dieses nach medizinischen Gesichtspunkten wohl zwar doch keine Droge, leider aber der wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Kokain. Aus diesem Grund verblieb das Kokablatt nach starkem Engagement der USA (die übrigens Welthauptkonsument von Kokain sind) auf der besagten Drogenliste. Die bolivianischen Bauern aber trauern um ein vermeintlich großes Geschäft mit Kokatee, das ihnen so durch die Lappen geht…

Soweit in aller Kürze. Ich habe mir fest vorgenommen, bald einen ausführlichen Beitrag zur Koka / Kokainproblematik zu posten – bis dahin muss ich aber mit einem Hinweis auf den vielgelobten Film von François Badaire: „Koka, Pflanzer und Sondereinheiten“ vertrösten.

arte: 10.04, 13:00 Uhr
Bolivien. Koka, Pflanzer und Sondereinheiten.


GOOOOOOOOOOOL

2. April 2009

Ok, es hat nicht direkt was mit Sariry zu tun, aber es ist ein wahrer Freudentag für alle, denen Bolivien am Herzen liegt.

Als ich es zum ersten Mal laß, dachte ich es sei ein Aprilscherz, oder man hätte sich einfach verschrieben. Doch nachdem es von mehreren Quellen einstimmig berichtet wurde, sollte es langsam Wirklichkeit werden: Das kleine Bolivien hat ausgerechnet gegen das überaus erfolgreiche Argentinien im Fußball einen Rekordsieg gefeiert.

War Bolivien bisher eher eine sehr kleine Nummer im Weltfußball, so dürfte dies sich nun zumindest etwas verändern.

6:1 hieß es nach 90 Minuten im Estadio Hernado Siles für die Bolivianer gegen die mehr als favorisiete ‘Albiceleste’. Der Trainer der Argentinier Diego Armando Maradona soll anschließend gesagt haben: “ Jedes Tor von Bolivien war ein Dolchstoß ins Herz.“

Matchwinner für Bolivien war der in Mexiko spielende Joaquín Botero mit drei Toren.